Nas & Damian Jr Gong Marley - Distant Relatives
Label: Universal | Vertrieb: Universal | VÖ: 14.05.2010 | Format: CD |
Genre: Hip-Hop / Reggae / Dancehall / Dub
von dr.öge
Der Zusammenschluß des New Yorker Hip Hoppers Nas mit Damian Jr Gong Marley ist wohl die meistbeachtete Kooperation zweier Stars seit Jahren und sowohl Hip Hop Heads wie auch die Rastafreaks schreiben sich seit Monaten in einschlägigen Foren die Finger darüber wund. Nas ist eine Ikone des US Hip Hop, er veröffentlichte zehn Studioalben, die Hälfte davon (!) fand sich kurze Zeit später auf Platz 1 der US Charts wieder. Damian ist der jüngste Sohn von Tuff Gong Bob Marley und nennt sich in Anlehnung an dessen Nickname Junior Gong. Die Marleys waren schon immer eine absolute Musikerfamilie und neben Stephen, Ziggy, Julian und Co macht auch Damian schon seit über zwanzig Jahren Musik. Zu weltweiter Aufmerksamkeit kam er jedoch erst im Jahr 2001, als sein Album "Halfway Tree" mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Der absolute Durchbruch gelang ihm 2005 mit dem Album "Welcome To Jamrock", das zwei Grammys gewann und nach wie vor als Meilenstein des Dancehall gehandelt wird. Unter den Gästen auf diesem Album war neben Stephen Marley, Eek-A-Mouse, Bobby Brown und Bounty Killer auch Nas mit einem Feature ("Road To Zion") vertreten. Dies war die erste Zusammenarbeit von Nas & Damian Jr Gong Marley! Weitere Kooperationen folgten und offenbar verstanden sich die Beiden so gut, daß sie sich letztendlich zu "Distant Relatives", also entfernten Verwandten erklärten, um ein gemeinsames Album aufzunehmen und den Crossover aus Hip Hop und Dancehall auf ein neues Level zu heben.
Zur CD selbst: Seit heute steht das Album in den Läden und schon haben einige Hater ihre Meinung gepostet, daß man mit dem Album nicht zufrieden sei und mehr erwartet hätte. Diese Meinungen sind hoffentlich nur Einzelfälle und wir können die Ansicht so überhaupt nicht teilen! Denn "Distant Relatives" ist ein innovatives, herausragendes Album geworden, daß die Stärken von zwei großen Musikern unschlagbar gut kombiniert. Die Vorabsingle "As We Enter" ist der Opener und direkt ein Kracher! Klingt das nicht genau so, wie man sich eine Fusion dieser beiden vorgestellt hätte? Ein Dancehall-Pleaser allererster Güte, mit fetten Hip Hop Beats, smoothen Raps von Nas und stilsicherem Toasting vom Junior Gong! Man kann fast mit sicherheit davon ausgehen, daß diese Crossoverhymne die Festivalbühnen im Sommer zum Beben bringen wird, denn auch live werden Damian Marley und Nas gemeinsam auf Tour kommen (TOURDATES). Und eignet sich "As We Enter" nicht perfekt als Opener für die Auftritte, um die Stimmung direkt von null auf hundert zu peitschen? Aber sicher!
Mit dem Album wollen Nas und Damian auch auf die vielen Probleme und Missstände in Afrika hinweisen und den vergessenen Kontinent mehr ins Rampenlicht rücken. So sind im Verlauf des Albums auch viele afrikanische Klänge und Instrumente zu hören. In "Tribal War" sind es Buschtrommeln und neben Nas und Damian ist hier noch ein weiterer Musikstar zu Gast, der aus Somalia stammende Hip Hop und Reggae Musiker K'Naan. Was für ein Trio! Der Song klingt dementsprechend fett und vielseitig. Mit "Strong Will Continue" ist dem neuen Superduo eine noch schönere Hymne als "Road To Zion" gelungen und die Begeisterung für dieses Album wird immer größer. Wow, hier ist wirklich fast jeder Track ein Anspieltip ... In "Leaders" ist dann auch noch Stephen Marley zu hören, der seinen typischen Style schön mit einbringt und laid back wie immer den Refrain singt. Viele Songs haben größe Ähnlichkeit mit früheren Feature-Tracks oder dem "Welcome To Jamrock" Album, erhalten hier durch die markanten Raps von Nas aber noch zusätzliche Würze. In "Count Your Blessings" singt zuerst Damian Marley charmant und sweet wie man ihn von seinem Hit "Beautiful" kennt, doch dann tritt Nas ans Mic, unterlegt von rockigen Gitarrenriffs gibt er de Song eine völlig neue Richtung! Hier wird perfekt mit ups und downs gespielt und nebenbei lässt man diverse Genres (Pop, Reggae, soul, Hip Hop, Rock) unbemerkt miteinander verschmilzen, absolut meisterlich! Mit "Dispear" folgt deftiger, afrikanischer Dancehall zum abtanzen und in "The Promised Land" bewegt man sich dann entspannt zwischen Dub, Drum & Bass Downbeat und Reggae, ebenfalls sehr nice. "In His Own world" zelebriert überaus hitverdächtig erneut den Crossover und "Nah Mean" bringt eine dicke Portion afrikanischen Hip Hop, auch wenn der Refrain hier etwas überstrapaziert wurde. Die nächste Single-Auskopplung wird "Friends" heißen und ist durch das langsame Tempo eigentlich weniger hitverdächtig. Dafür featured der Track ein schönes Thema und ist eine Ode an die Freundschaft. Muskalisch mit langsamer Gitarre ganz im Stil von Stepehn Marley gehalten, obwohl er nicht am Mic zu hören ist. In "My Generation" ist dann nochmal alles drin, Hip Hop Beats, Gospelchor, Soulgesang, Toasting, Rap, Pianosamples, Little Wayne ... mehr Crossover geht fast nicht und doch klingt das sehr chartkompatibel und ähnelt dem Stil des letzten Lauryn Hill Albums. Der letzte Song "Afrika Must Wake Up" thematisiert zum Schluß noch einmal die Probleme des fünften Kontinents, diesmal als Rap-Ballade und wieder ist auch K'Naan mit am Start!
Anspieltipps:
01. "As We Enter"
02. "Tribal War" feat. K'NAAN
03. "Strong Will Continue"
04. "Leaders" feat. Stephen Marley
06. "Count Your Blessings"
09. "In His Own Words" feat. Stephen Marley
11. "Friends"
12. "My Generation" feat. Lil Wayne
Fazit: Wer "Welcome to Jamrock" mochte, wird dieses Album abgöttisch lieben! Den "Hip Hop Is Dead" Fans wird es ebenso gehen, wenn sie musikalisch etwas open minded sind. Ein besseres Crossover-Album aus Hip Hop, Reggae und Dancehall dürfte übrigens nicht aufzutreiben sein! Ein wegweisender Release wie seinerzeit der "Judgement Night" Soundtrack, der erstmals Hip Hop und harten Rock kombinierte. Beides sind Meilensteine des Crossover! (dr.öge)
(Gesamtspielzeit: 13 Tracks, ca. 63 Minuten)
Zur CD selbst: Seit heute steht das Album in den Läden und schon haben einige Hater ihre Meinung gepostet, daß man mit dem Album nicht zufrieden sei und mehr erwartet hätte. Diese Meinungen sind hoffentlich nur Einzelfälle und wir können die Ansicht so überhaupt nicht teilen! Denn "Distant Relatives" ist ein innovatives, herausragendes Album geworden, daß die Stärken von zwei großen Musikern unschlagbar gut kombiniert. Die Vorabsingle "As We Enter" ist der Opener und direkt ein Kracher! Klingt das nicht genau so, wie man sich eine Fusion dieser beiden vorgestellt hätte? Ein Dancehall-Pleaser allererster Güte, mit fetten Hip Hop Beats, smoothen Raps von Nas und stilsicherem Toasting vom Junior Gong! Man kann fast mit sicherheit davon ausgehen, daß diese Crossoverhymne die Festivalbühnen im Sommer zum Beben bringen wird, denn auch live werden Damian Marley und Nas gemeinsam auf Tour kommen (TOURDATES). Und eignet sich "As We Enter" nicht perfekt als Opener für die Auftritte, um die Stimmung direkt von null auf hundert zu peitschen? Aber sicher!
Mit dem Album wollen Nas und Damian auch auf die vielen Probleme und Missstände in Afrika hinweisen und den vergessenen Kontinent mehr ins Rampenlicht rücken. So sind im Verlauf des Albums auch viele afrikanische Klänge und Instrumente zu hören. In "Tribal War" sind es Buschtrommeln und neben Nas und Damian ist hier noch ein weiterer Musikstar zu Gast, der aus Somalia stammende Hip Hop und Reggae Musiker K'Naan. Was für ein Trio! Der Song klingt dementsprechend fett und vielseitig. Mit "Strong Will Continue" ist dem neuen Superduo eine noch schönere Hymne als "Road To Zion" gelungen und die Begeisterung für dieses Album wird immer größer. Wow, hier ist wirklich fast jeder Track ein Anspieltip ... In "Leaders" ist dann auch noch Stephen Marley zu hören, der seinen typischen Style schön mit einbringt und laid back wie immer den Refrain singt. Viele Songs haben größe Ähnlichkeit mit früheren Feature-Tracks oder dem "Welcome To Jamrock" Album, erhalten hier durch die markanten Raps von Nas aber noch zusätzliche Würze. In "Count Your Blessings" singt zuerst Damian Marley charmant und sweet wie man ihn von seinem Hit "Beautiful" kennt, doch dann tritt Nas ans Mic, unterlegt von rockigen Gitarrenriffs gibt er de Song eine völlig neue Richtung! Hier wird perfekt mit ups und downs gespielt und nebenbei lässt man diverse Genres (Pop, Reggae, soul, Hip Hop, Rock) unbemerkt miteinander verschmilzen, absolut meisterlich! Mit "Dispear" folgt deftiger, afrikanischer Dancehall zum abtanzen und in "The Promised Land" bewegt man sich dann entspannt zwischen Dub, Drum & Bass Downbeat und Reggae, ebenfalls sehr nice. "In His Own world" zelebriert überaus hitverdächtig erneut den Crossover und "Nah Mean" bringt eine dicke Portion afrikanischen Hip Hop, auch wenn der Refrain hier etwas überstrapaziert wurde. Die nächste Single-Auskopplung wird "Friends" heißen und ist durch das langsame Tempo eigentlich weniger hitverdächtig. Dafür featured der Track ein schönes Thema und ist eine Ode an die Freundschaft. Muskalisch mit langsamer Gitarre ganz im Stil von Stepehn Marley gehalten, obwohl er nicht am Mic zu hören ist. In "My Generation" ist dann nochmal alles drin, Hip Hop Beats, Gospelchor, Soulgesang, Toasting, Rap, Pianosamples, Little Wayne ... mehr Crossover geht fast nicht und doch klingt das sehr chartkompatibel und ähnelt dem Stil des letzten Lauryn Hill Albums. Der letzte Song "Afrika Must Wake Up" thematisiert zum Schluß noch einmal die Probleme des fünften Kontinents, diesmal als Rap-Ballade und wieder ist auch K'Naan mit am Start!
Anspieltipps:
01. "As We Enter"
02. "Tribal War" feat. K'NAAN
03. "Strong Will Continue"
04. "Leaders" feat. Stephen Marley
06. "Count Your Blessings"
09. "In His Own Words" feat. Stephen Marley
11. "Friends"
12. "My Generation" feat. Lil Wayne
Fazit: Wer "Welcome to Jamrock" mochte, wird dieses Album abgöttisch lieben! Den "Hip Hop Is Dead" Fans wird es ebenso gehen, wenn sie musikalisch etwas open minded sind. Ein besseres Crossover-Album aus Hip Hop, Reggae und Dancehall dürfte übrigens nicht aufzutreiben sein! Ein wegweisender Release wie seinerzeit der "Judgement Night" Soundtrack, der erstmals Hip Hop und harten Rock kombinierte. Beides sind Meilensteine des Crossover! (dr.öge)
(Gesamtspielzeit: 13 Tracks, ca. 63 Minuten)
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