Olli Banjo - Kopfdisco
Label: Headrush | Vertrieb: Groove Attack | VÖ: 28.05.2010 | Format: CD |
Genre: Hip-Hop / Rap
von Bo
Nach dem Erfolg seines Vorgängers „Liveshow“, den zwei brillanten Alben „Erste Hilfe“ und „Schizogenie“, sowie den zwei knaller Battlealben „Sparring I & II“ ist es Zeit für ein weiteres Soloalbum namens „Kopfdisco“, das sehr sicher wieder einmal für große Wellen im hiesigen Rapbiz sorgen wird.
Zur CD selbst: Dass Olli Banjo zu den Top 10 Rappern Deutschlands gezählt werden kann, steht außer Frage so kann man sicher sein, dass man als Hörer auf dem 28 (!) Track starkem Premium Album "Kopfdisco" einiges geboten bekommt. Wem die Vorgänger Alben ein Begriff sind, der erlebt Banjo wiedermal in Höchstform. Besonders auffällig sind diesmal die selbst reflektierenden Texte mit kritischen Zeilen („Mein Weltbild“ feat. Xavier Naidoo) die vermehrt auf der Platte zu finden sind und dem Hörer einen schönen Einblick in das Seelenleben des Künstlers erlauben. Neben solchen nachdenklichen Tracks findet man aber auch wie gewohnt livetaugliche Songs wie „Zicke Zacke“ oder „Quando“ und „Charlie“ die zukünftig sicherlich den ein oder anderen Konzertsaal zum beben bringen werden. Natürlich darf auch der lustige und durchgeknallt Banjo nicht fehlen, so zeigen die Tracks „Vom anderen Stern“ oder „Briefkasten“ sein lyrisches Können, die alltäglichen Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu beleuchten, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor.
Im Gegensatz zu den drei vorherigen Alben, steht in diesem die Experimentierfreudigkeit stark im Vordergrund und sorgt für viele eher ungewohnte Tracks. Gleiches gilt auch für die Musik. Zwar überwiegen in den meisten Tracks wie gewohnt die Hip-Hop Beats doch zeigt sich auch sehr deutlich Banjos neues Interesse zu Rock und Punk. Liebesballaden sind natürlich auch wieder am Start aber nicht so schnulzig, sondern in abgedrehter Olli Banjo Manier wie beispielsweise „Anarchie“. Produziert wurde das ganze von einem kleinem Team, bestehend aus den Bounce Brothas, Roe Beardie und DJ Flow, wodurch das Album trotz unterschiedlicher Soundproduktionen sehr stimmig und zusammenhängend klingt. Genauso rar wie die Produzenten sind auch die Features gefasst, somit ist der Begriff „Solo“Album hier Programm. Nur Kool Savas und Xavier Naidoo sind jeweils auf einem Track vertreten, Klasse statt Masse war wohl das Motto, was dem ganzen eine schöne Exklusivität verleiht. Im ganzen zeigt sich Olli Banjo aber erwachsener und reifer, wodurch er auch die Realness in seinen Texten unterstreicht und ihn noch glaubwürdiger erscheinen lässt.
Anspieltips:
09. Quando
14. Straight Outta Compton
15. Briefkasten
19. Anarchie
12. Schritte vor der Tür feat. Kool Savas
Fazit: Ein gelungenes viertes Soloalbum, das durch seine Experimentierfreudigkeit Teils befremdlich klingen mag, aber nicht desto trotz problemlos mit seinen Vorgängern behaupten kann, und ein weiteres Mal Ollis Ausnahmetalent, für Inhalt und Technik, in Sachen Rapskills unterstreicht. (Bo)
(Gesamtspielzeit: 28 Tracks, ca. 65 Minuten)
Zur CD selbst: Dass Olli Banjo zu den Top 10 Rappern Deutschlands gezählt werden kann, steht außer Frage so kann man sicher sein, dass man als Hörer auf dem 28 (!) Track starkem Premium Album "Kopfdisco" einiges geboten bekommt. Wem die Vorgänger Alben ein Begriff sind, der erlebt Banjo wiedermal in Höchstform. Besonders auffällig sind diesmal die selbst reflektierenden Texte mit kritischen Zeilen („Mein Weltbild“ feat. Xavier Naidoo) die vermehrt auf der Platte zu finden sind und dem Hörer einen schönen Einblick in das Seelenleben des Künstlers erlauben. Neben solchen nachdenklichen Tracks findet man aber auch wie gewohnt livetaugliche Songs wie „Zicke Zacke“ oder „Quando“ und „Charlie“ die zukünftig sicherlich den ein oder anderen Konzertsaal zum beben bringen werden. Natürlich darf auch der lustige und durchgeknallt Banjo nicht fehlen, so zeigen die Tracks „Vom anderen Stern“ oder „Briefkasten“ sein lyrisches Können, die alltäglichen Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu beleuchten, gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor.
Im Gegensatz zu den drei vorherigen Alben, steht in diesem die Experimentierfreudigkeit stark im Vordergrund und sorgt für viele eher ungewohnte Tracks. Gleiches gilt auch für die Musik. Zwar überwiegen in den meisten Tracks wie gewohnt die Hip-Hop Beats doch zeigt sich auch sehr deutlich Banjos neues Interesse zu Rock und Punk. Liebesballaden sind natürlich auch wieder am Start aber nicht so schnulzig, sondern in abgedrehter Olli Banjo Manier wie beispielsweise „Anarchie“. Produziert wurde das ganze von einem kleinem Team, bestehend aus den Bounce Brothas, Roe Beardie und DJ Flow, wodurch das Album trotz unterschiedlicher Soundproduktionen sehr stimmig und zusammenhängend klingt. Genauso rar wie die Produzenten sind auch die Features gefasst, somit ist der Begriff „Solo“Album hier Programm. Nur Kool Savas und Xavier Naidoo sind jeweils auf einem Track vertreten, Klasse statt Masse war wohl das Motto, was dem ganzen eine schöne Exklusivität verleiht. Im ganzen zeigt sich Olli Banjo aber erwachsener und reifer, wodurch er auch die Realness in seinen Texten unterstreicht und ihn noch glaubwürdiger erscheinen lässt.
Anspieltips:
09. Quando
14. Straight Outta Compton
15. Briefkasten
19. Anarchie
12. Schritte vor der Tür feat. Kool Savas
Fazit: Ein gelungenes viertes Soloalbum, das durch seine Experimentierfreudigkeit Teils befremdlich klingen mag, aber nicht desto trotz problemlos mit seinen Vorgängern behaupten kann, und ein weiteres Mal Ollis Ausnahmetalent, für Inhalt und Technik, in Sachen Rapskills unterstreicht. (Bo)
(Gesamtspielzeit: 28 Tracks, ca. 65 Minuten)
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