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Eko Fresh - Was Kostet die Welt
Label: 313 JWP | Vertrieb: Sony Music | VÖ: 25.06.2010 | Format: CD |
Genre: Hip-Hop / Rap
von Bo

Entweder liebt man ihn oder Hasst ihn, kaum ein anderer Rapper polarisierte in den letzten zehn Jahren wie Eko Fresh. Oft werden nur die negativen Aspekte genannt, dabei kann Eko auf eine beachtliche Karriere zurückblicken: So war er der jüngste Rapper Deutschlands, der bei einem Major Label einen Plattenvertrag bekommen hat und mit dem Text „Du hast mein Herz gebrochen“ für Yvonne Catterfeld auch noch einen Nr. 1 Hit in Deutschland für sich verbuchen kann. Zu Kool Savas Zeiten noch als Ausnahmetalent angepriesen ging es mit seinem Major Album „Ich bin Jung und brauche das Geld“ und seinem Kolabo-Album "L.O.V.E." mit Valeszka steil nach unten. Kam mit Ekaveli und Hart(z) IV kurzzeitig zurück und verschwand wieder in der Versenkung. Jetzt soll mit „Was kostet die Welt“ alles anders werden und den selbst ernannten König von Deutschland zurück an die Spitze katapultieren.



Zur CD selbst: In Sachen Ironie, Charme und Komik kann Eko Freezy wohl kaum einer das Wasser reichen und diese finden sich in geballter Ladung auf dem 18 Tracks starkem sechsten Studioalbum von Ekrem Bora. Was sich mit „Der Don III“ schon zu Beginn abzeichnet. So bekommt man auf „WKDW“ einen Eko Fresh der immer noch Hunger hat und das hört man auch. Das Interessante dabei ist der Spagat zwischen der Realness und der Charttauglichkeit. So ist die erste Single "Königin der Nacht" feat. Centin stark Eurodance lastig und eher für die Charts bestimmt. Dagegen kommt mit „Wiederstand“ feat. Farid Bang, Summer Cem und Bass Sultan Hengzt ein echter representer Track für die Strasse. Mit „Ich Komm Krass“ Feat. Stefan Lust (von Erkan und Stefan) zeigt Eko das er auch über sich lachen kann und nicht alles zu ernst nimmt. Diese Haltung wird auf dem neuen Album auch komplett durchgezogen. Somit strotzt der Longplayer nur vor ironischen Vergleichen und sarkastischen Aussagen. Der Sound von Phat Crispy, Monroe und Serious Sam dagegen lässt teilweise zu wünschen übrig, so wechseln sich charttaugliche Melodien und Gesang wie beispielsweise „Frei wie ein Vogel“ und Hip Hop lastige Beats wie „Ghostwriter“ feat. Sentino ab und machen das Gesamtbild etwas unhomogen. Was aber nicht zwangsweise stören muss. Eko ist eben mittlerweile erwachsen geworden und so klingt nun auch seine Musik, sie ist reifer, hat aber trotzdem an Freshness nichts eingebüßt. Man merkt auch, dass es ihm Spaß macht zwischen den Klischees hin und her zu switchen und Kitsch und harten Rap zu kombinieren. Rundum ein gelungenes Album das bewusst den Spagat zwischen Straße und Chartcredebility sucht.

Anspieltips:
05. „Arschloch“
08. „Der Ghostwriter“ feat. Sentino
15. „Königin der Nacht“ feat. Cetin
16. „Wiederstand“ feat. Summer Cem, Farid Bang & Bass Sultan Hengzt
18. „Frei wie ein Vogel“

Fazit: Ein Kompromissloses Album das Eko Freshs Qualitäten als Rapper und Songwriter zeigt und den Spagat zwischen Mainstream und Straße sucht (Bo)

(Gesamtspielzeit: 18 Tracks, ca. 64 Minuten)
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