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We Are Scientists - Barbara
Label: Pias | Vertrieb: Roug Trade | VÖ: 18.06.2010 | Format: CD |
Genre: Rock / Indie / Pop / Alternative
von JM

Viele Bands versuchen nicht, einen sinnvollen und gehaltvollen Namen zu finden, oft klingen Bandnamen völlig bedeutungslos, wenn man nicht die Story dahinter kennt. 3 Doors Down beispielsweise, haben ihren Namen von einem Schild, das über einem Club hängt, in dem sie einst spielten. Bei We Are Scientists verhält sich das auch so. Die drei New Yorker Uni-Kollegen hatten vor, gemeinsam in ein Haus zu ziehen, als der Spediteur, den sie für den Umzug gebucht hatten, sie fragte: „Are you brothers?“ und sie das verneinten, fragte er „Are you scientists?“. Die Antwort darauf dürfte klar sein. Nachdem der Band 2007 der Drummer weggelaufen war, haben WAS letztes Jahr im Ex-Schlagzeuger von Razorlight würdigen Ersatz gefunden und mit ihm das neue Album, mit dem schlichten Namen „Barbara“ eingespielt.

Zur CD selbst: Wer sich noch an „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ (2006) erinnert oder die anderen Hits des letzten Albums im Ohr hat, wird große Erwartungen an die neue Scheibe haben, die aber leider nur teilweise erfüllt werden können. Tanzbare Powerpop-Songs wie der oben genannte, finden sich auf "Barbara" nicht allzu viele.



Zwar können die ersten beiden Tracks, insbesondere dem Opener „Rules Don’t Stop“, überzeugen, nach Track fünf „Pittsburgh“, hatte ich aber kurz das Gefühl, die falsche Scheibe eingelegt zu haben. Seit wann schreibt diese Band langsame Rockballaden à la „When September Ends“ von Green Day? Wenn das mal nicht der neue Schlagzeuger angeregt hat, der von Razorlight solche Songs ja gewohnt ist. Ein weiteres Manko ist die zum Teil zaghafte Produktion. „Ambition“, ein Track der meiner Meinung nach durchaus Hit-Potential hat, klingt viel zu blechern, um ihn sich oftmals anzuhören. Generell fehlt es den Tracks gegen Ende des Albums an Dynamik, die man von den drei Kaliforniern eigentlich durchaus gewohnt ist. Wenigstens bildet „Central AC“ noch einen schönen Abschluss für ein leider nur durchschnittliches Album.

Anspieltips:
01. Rules Don’t Stop
02. I Don’t Bite
10. Central AC

Fazit: Die drei Wissenschaftler haben an den Powerpop-Hits gespart, die sie so beliebt gemacht haben und versuchen es stattdessen mit langsameren Rockballaden. Dennoch fehlt die gewohnte Dynamik der tanzbaren Tracks. Solider Indierock, diesmal jedoch mit weniger Hitpotential als beim Vorgänger. (JM)

(Gesamtspielzeit: 10 Tracks, ca. 32 Minuten)
Für Fans von ..
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und Razorlight, Arctic Monkeys, Liquido